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Aus der Geschichte des RC Wiesbaden-Nassau

„Nichts ist so beflügelnd und befreiend wie ein neuer Anfang“ – so der Philosoph Prof. Dr. Rüdiger Safranski in seiner Festrede bei der Charterfeier des RC Wiesbaden-Nassau am 19.Februar 2000 im Kurhaus in Wiesbaden.

Schon die Gründungsversammlung am 14.Juli 1999 setzte mit dem Vortrag von Rot. W. Fresenius über das „Ehrenamt“ markante Zeichen. Vorausgegangen war ein mühseliger Vorbereitungsprozeß, weil die drei Wiesbadener Alt-Clubs sich zur Aufnahme von Damen nicht durchringen konnten. Erst der Druck des Governors und eine drohende Neugründung im Rheingau ohne Mitwirkung aus Wiesbaden führte zu der dann sehr schnellen Neugründung eines vierten Rotaryclubs in Wiesbaden, der nach der Intention des Gründungspräsidenten Friedrich-Christoph von Bismarck aus dem RC Wiesbaden bewusst kein Alternativ- sondern ein Additivclub sein sollte und auch wurde, aufbauend auf der Patenschaft der drei Wiesbadner Altclubs und gestärkt durch einige abgeworbene Mitglieder von dort als Stärkung.

Sehr schnell fanden sich Damen und Herren aus Wiesbaden und dem Umfeld dazu, so daß bereits bei der Gründung 28 Mitglieder mitwirken konnten- inzwischen sind es 51 Damen und Herren, die sich regelmäßig am Mittwoch Mittag um 13 Uhr im Kurhaus treffen, am 1.Mittwoch des Monats ausnahmsweise um 19 Uhr im Restaurant Burg Crass in Eltville/Rheingau. Der Name „Wiesbaden-Nassau“ hat sich schnell durchgesetzt. Er soll erinnern an die Geschichte Wiesbadens als letzte Hauptstadt des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde: vielleicht eine kleine Wiedergutmachung für den damaligen Verlust eigener Identität, indem Geschichte lebendig wird..

Die zahlreichen Gäste finden uns schnell und genießen wie wir den fröhlichen Ton, die interessanten Vorträge von Freundinnen, Freunden und Gästen, wie auch die häufig spannungsgeladenen Diskussionen. Das von Beginn an betreute soziale Projekt „Haus Mutter und Kind“ bietet nicht nur Möglichkeiten der materiellen Unterstützung über einen eigenen Förderverein, sondern vielfältige Ansätze zum persönlichen Einsatz bei Nachhilfe, Fahrradtouren, Beratungen und Arbeitsvermittlung.

Das persönliche Engagement relativ vieler junger Mitglieder bringt die Präsenzverpflichtung manchmal in Schwingungen, denn „die Balance zwischen Beruf, Familie, Hobby und Rotary gleicht einem Jonglieren mit vier Unbekannten. Das grenzt schon an Luxus - aber dieser Luxus ist schön!“ Diese Bemerkung des Gründungspräsidenten in der Charterfeier fand in den nachfolgenden Präsidentschaften eine großartige Fortsetzung und Bestätigung. (FCvB)

Die Präsidenten:

 1 Friedrich von Bismarck  1999-2000
 2 Christian Bremme 2000-2001
 3 Gerd Geiger 2001-2002
 4 Ute Schmidt 2002-2003
 5 Wolfgang Hartmann 2003-2004
 6 Kornelia Wahl-Schneiders 2004-2005
 7 Boy-Jürgen Andresen 2005-2006
 8 Barbara Jakubeit 2006-2007
 9 Andreas Martin 2007-2008
 10 Reinhild Link 2008-2009 
 11 Wolfgang Driese 2009-2010
 12 Bärbel Storch 2010-2011 
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